Köniz innerorts, März 06

 Liebe Könizerinnen und Könizer

 „Ein Spitzenplatz im Schweizer Städtevergleich“, so lautete der Titel eines Artikels, der vor einigen Tagen in einer Berner Tageszeitung erschien. Eine Studie zeigte, dass Köniz im letzten Jahr bei einem Städtevergleich auf Platz 13 von insgesamt 104 Schweizer Städten landete, und im Kanton Bern am besten abschnitt.

Als neue Gemeinderätin habe ich mich über dieses Resultat gefreut. Ich habe aber auch gelesen, dass wir ausgerechnet bei den Lebensbedingungen eher schlecht abschnitten. Es fehle an Erholungsgebieten und an Bevölkerungsnachwuchs, hiess es. Das scheint direkt an mich  und meine neue Direktion Umwelt und Landschaft gerichtet zu sein (Nachwuchs ausgeklammert, das überlasse ich jüngeren Familien…)! Auf unserem Programm, das mein Team und ich in den nächsten vier Jahren umsetzen wollen, stehen  das Naherholungsgebiet „Naturpark Köniztal“, der Park im Dreispitz und von da ausgehend die ökologische Aufwertung im Siedlungsraum. Ausserhalb des Siedlungsgebietes unterstützen uns Landwirte dabei, die Landschaft mit ökologischen Vernetzungsflächen aufzuwerten.

Um günstige Bedingungen für Bevölkerungsnachwuchs zu schaffen, sollen grössere (Dreispitz, Morillon) und kleinere Wohnüberbauungen in der ganzen Gemeinde erstellt werden. Dass diese nach einem nachhaltigen Energiestandard (z.B. Minergie) gebaut werden, sehr gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen sind, dass genügend Spiel- und Grünflächen vorhanden und die Schulwege sicher sind, dafür werde ich mich einsetzen. Familien, aber nicht nur sie, sollen sich wohl fühlen in unserer Gemeinde.

Eine weitere Aufgabe meiner Direktion wird die Entwicklung eines Mobilitätsmanagements sein. Dieses will in einer ersten Phase Unternehmungen in der Gemeinde ermuntern, ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (geistig und körperlich) dazu zu bewegen, umweltfreundlich an den Arbeitsplatz zu gelangen. Wird unsere Verwaltung mitmachen?

Wir wollen Spitze bleiben, ich setze mich in den nächsten vier Jahren im  Gemeinderat dafür ein. Für Sie liebe Könizerin, lieber Könizer, für unseren Lebensraum.

Rita Haudenschild, Gemeinderätin

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